Ungewöhnliche Ideen? Ja, für deine Planung – Der Content Kurier #57


Der Content Kurier

– Kuratierte Highlights aus der Welt des Contents

Drei ungewöhnliche Ideen für deine Contentplanung.

Hallo Reader,

ich arbeite gerne strukturiert. Ich mag es, wenn es einen Plan gibt, wenn Themen nicht jedes Mal neu erfunden werden müssen und wenn ich morgens nicht erst entscheiden muss, ob heute ein „Contenttag“ ist.

Viele Contentpläne sind korrekt, aber nicht lebendig. Sie verwalten Themen. Aber sie erzeugen keine Reibung - und enthalten einfach langweilige Ideen.

Die spannendsten Inhalte entstehen bei mir selten, wenn ich mir vornehme, kreativ zu sein. Sie entstehen, wenn ich an etwas hängenbleibe: an einem schiefen Satz, einer unklaren Erklärung oder einer These, die sich gut anhört, aber nicht ganz trägt.

Früher habe ich diese Momente ignoriert, weil sie nicht in meinen Plan passten. Heute plane ich sie bewusst ein.

In dieser Ausgabe stelle ich dir drei außergewöhnliche Ideen vor, die dich vielleicht dazu inspirieren, deine Planung einmal anders anzugehen.

Beste Grüße

Steffi Kowalski

Content Managerin und Content Strategin


Leitgedanke

3 ungewöhnliche Ideen für deine Contentplanung

Idee 1: Der „Schlechte-Erklärungen“-Slot

Ich sammle ganz bewusst Sätze, bei denen ich innerlich stolpere.

Zum Beispiel:
„Das ist irgendwie richtig – aber schlecht erklärt.“
Oder: „Das klingt schlau – hilft mir aber nicht weiter.“

Diese Sätze finde ich überall: in LinkedIn-Posts, Karussellen, Workshops oder Sales-Calls.

Und dann arbeite ich damit:

– Ich übersetze den Satz präzise.
– Ich benenne die Lücke: Was fehlt hier konkret?
– Ich ergänze ein greifbares Beispiel.
– Ich ziehe eine Grenze: Wann gilt das – und wann nicht?

Der entscheidende Unterschied: Ich suche nicht nach neuen Themen. Ich greife Reibung auf, die ohnehin schon da ist.

Genau deshalb fühlen sich Menschen sofort abgeholt – weil sie dieses Unbehagen oft selbst spüren, es aber nicht benennen können.

Idee 2: Plane eine Metaphern-Bank

Ich plane nicht nur, was ich sage. Ich plane, wie es sich anfühlt.

Dafür habe ich mir eine Sammlung angelegt aus:

– Metaphern
– Mini-Stories
– wiederkehrenden Bildwelten (bei mir zum Beispiel Sci-Fi, Games und Fantasy)

Wenn ich ein Thema entwickle, frage ich nicht zuerst: Was soll ich dazu schreiben?

Ich frage: Welches Bild passt dazu?

Plötzlich wird der Text klarer. Konkreter. Merkbarer.
Weil er nicht nur informiert, sondern eine Geschichte erzählt.

Das Ungewöhnliche daran: Du planst nicht nur Content. Du planst Erinnerung.

Idee 3: Der „1 Satz, 5 Versionen“-Block

Einmal im Monat nehme ich mir einen Satz vor, der meine Haltung beschreibt.

Zum Beispiel:
„Planung ist kein Kalenderproblem, sondern ein Entscheidungsproblem.“

Aus diesem einen Satz entwickle ich fünf Perspektiven:

– Definition: Was bedeutet das konkret?
– Gegenbeispiel: Wann stimmt es nicht?
– Story: Wann habe ich das selbst gelernt?
– Fehlerbild: Was passiert bei Fehlinterpretation?
– Erster Schritt: Was kannst du sofort tun?

Das Ergebnis: Du wirkst konsistent, ohne repetitiv zu sein. Und ganz nebenbei entsteht eine klare Content-Handschrift.

Diese drei Ideen ersetzen keinen Redaktionsplan.
Aber sie verhindern, dass er langweilig wird.

Sie sorgen dafür, dass dein Content nicht nur funktioniert, sondern nach dir klingt. Und sie geben dir Material – selbst dann, wenn du gerade keine Lust auf klassisches Brainstorming hast.

"Die besten Content-Ideen entstehen selten aus einer Themenliste, sondern aus Reibung, Bildern und Sätzen, die du wirklich meinst."

 

Steffi Kowalski

Content Nachschlag

Darf es noch etwas Persönliches sein?

tl;dr

Du brauchst keine neuen Themen, sondern bessere Reibung: Plane bewusst Bilder und schiefe Sätze ein, damit dein Content organisiert ist und im Gedächtnis bleibt.

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