Kehre, wo's wirklich staubt! – Der Content Kurier #62


Der Content Kurier

– Kuratierte Highlights aus der Welt des Contents

Warum dein Content-Frühjahrsputz ohne Strategie zu kurz greift.

Hallo Reader,

Diese Woche geht es bei meinem digitalen Frühjahrsputz ziemlich praktisch zu: Website, Blog, Newsletter und Social Media stehen auf dem Programm.

Das sind die Orte, an denen Inhalte sichtbar werden und an denen im Alltag oft zuerst auffällt, wenn etwas nicht mehr passt. Genau da lohnt sich dann Aufräumen natürlich auch meisten.

Nur: Selbst wenn du einzelne Kanäle ordentlich durchgehst, bleibt oft trotzdem dieses leicht chaotische Gefühl zurück.

Das liegt nicht daran, dass du zu wenig gemacht hast, das eigentliche Durcheinander sitzt häufig eine Ebene tiefer: in der Content Strategie.

Denn Content wird mit der Zeit selten absichtlich unübersichtlich - eher still und schleichend:

  • Es kommen neue Formate dazu,
  • alte Themen laufen weiter,
  • Zielgruppen verschieben sich,
  • es sammeln sich Tools an,
  • KI kommt irgendwo noch mit rein
  • und plötzlich produzierst du zwar regelmäßig, aber nicht mehr besonders schlank, klar oder wirksam.

Genau deshalb würde ich neben den Kanal-Checks einen strategischen Frühjahrsputz empfehlen. Dabei sollte du nicht nur betrachten, wo du veröffentlichst, sondern auch,

  • welche Inhalte sinnvoll zusammenarbeiten,
  • welche Inhalte wirklich zu deinen aktuellen Zielen passen,
  • wo Lücken entstanden sind,
  • wo Doppeltes herumliegt
  • und wo Prozesse unnötig Zeit fressen.

Mit anderen Worten: Du solltest nicht nur den Content aufräumen, sondern dir auch das System und die Strategie dahinter vornehmen.

Beste Grüße

Steffi Kowalski

Content Managerin und Content Strategin


Leitgedanke

Wenn du deiner Content Strategie einen Frühjahrsputz verpassen willst, dann gehe nicht Kanal für Kanal vor, sondern einmal durch das System dahinter.

Ich würde dabei auf vier Dinge achten:

  1. Erfasse alles, was gerade mitläuft. Sammle die Inhalte der letzten 90 bis 180 Tage an einem Ort: Posts, Newsletter, Blogartikel, PDFs, Videos, Landingpages. Sortiere sie anschließend nach Thema, Format, Zielgruppe und Ergebnis. Erst wenn alles sichtbar ist, erkennst du Muster, Dopplungen und Lücken.
  2. Inhalte ehrlich aussortieren. Nicht jeder Inhalt verdient ein Update. Frage dich bei jedem Stück: Ist es noch aktuell? Passt es noch zum Angebot? Erreicht es noch die richtige Zielgruppe? Hat es überhaupt eine Funktion? Was veraltet, redundant oder schwach ist, darf weg, ins Archiv oder mit anderem Inhalt zusammengeführt werden.
  3. Bestehendes gezielt auffrischen. Arbeite nicht überall neu, sondern zuerst dort, wo bereits Substanz vorhanden ist: Aktualisiere die Zahlen, prüfe die Links und Bilder, ziehe die SEO sauber nach, straffe die Texte und ergänze Anschlussfragen. Die besten Inhalte sind selten fertig. Aber sie lassen sich oft viel schneller verbessern als neu produzieren.
  4. Strategie an den Alltag anpassen. Prüfe auch den Prozess dahinter. Welche Tools nutzt du wirklich? Welche Vorlagen helfen tatsächlich? Was lässt sich mit KI sinnvoll vereinfachen? Was kostet unnötig Zeit? Eine gute Content-Strategie ist nicht nur durchdacht. Sie ist auch so organisiert, dass du sie im Alltag wirklich durchhalten kannst.

Content Nachschlag

– Darf es noch etwas Persönliches sein?

tl;dr

Mache im Frühjahr deine Content-Strategie fit: Inventarisieren, aussortieren, aktualisieren, Prozesse und Tools verschlanken – so wird Content wirksam und machbar.

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