Hallo Reader,
*Ping!*
Irgendwo. In diesem Moment wurde gerade ein Inhalt auf Knopfdruck generiert.
*Ping!*
Und noch einer.
Warum braucht es dann noch den Beruf des Content Managers
Das lässt sich doch jetzt alles mit KI machen, oder?
*Ping!*
Noch mehr Inhalte finden ihren Weg ins World Wide Web.
Ja, ich halte meinen Job nach wie vor für sinnvoll.
Das klingt vielleicht nicht besonders futuristisch, ich weiß.
Content Management klingt einfach wahnsinnig angestaubt – und irgendwie nach Archivarbeit.
Aber genau darin liegt für mich der springende Punkt: Je leichter die Produktion wird, desto wichtiger wird die Frage, was überhaupt produziert werden soll, für wen und mit welchem Ziel.
Ich habe nicht den Eindruck, dass Content-Manager*innen überflüssig werden. Viele denken ihre eigentliche Aufgabe zu klein.
Denn für mich liegt der Wert längst nicht mehr nur in der Organisation von Content, sondern in der (strategischen) Entscheidung, wie aus vielen Content-Möglichkeiten ein sinnvoller Zusammenhang entsteht.
Und irgendjemand muss ja auch die ganzen Prozesse dahinter aufsetzen und orchestrieren. :D *ZeigtAufSichSelbst*
Oder siehst du das anders?
*Ping! Ping! Ping!*
Braucht es wirklich so viele Inhalte? ^.^"
Beste Grüße
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Steffi Kowalski
Content Managerin und Content Strategin
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Leitgedanke
– Warum der Job für mich sinnvoll bleibt
Für mich wird Content Management nicht deshalb überflüssig, weil Tools heute mehr können.
Eher im Gegenteil. Denn je schneller Inhalte produziert werden, desto wichtiger wird die Person, die daraus Entscheidungen, Zusammenhänge und Wirkungen ableitet:
1. Ich verwandle deine Tool-Spielwiese in ein funktionierendes System:
KI kann Inhalte erzeugen und Varianten liefern. Ich entscheide, welche Zielgruppe gemeint ist, welche Botschaft Priorität hat und welche Themen überhaupt relevant sind. Ohne diese Ebene entsteht viel Output ohne Ziel.
2. Ich verbinde Content mit Business-Zielen:
Für mich ist Content kein Selbstzweck. Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen ist es wichtig, dass Inhalte Vertrauen aufbauen, die Positionierung schärfen und Anfragen unterstützen. Diese Verbindung muss bewusst hergestellt werden.
3. Ich sorge für einen roten Faden über Kanäle hinweg:
Einzelne Inhalte zu erstellen, ist einfacher geworden. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch darin, Website, Newsletter und Social Media miteinander zu verknüpfen. Ich achte deshalb darauf, dass die Inhalte aufeinander aufbauen und nicht isoliert nebeneinander stehen.
4. Ich priorisiere und treffe Entscheidungen:
Die Engstelle liegt nicht mehr bei der Erstellung, sondern bei der Auswahl. Ich entscheide, welche Themen aktuell wichtig sind und welche nicht weiterverfolgt werden. Mit zunehmenden Möglichkeiten wird diese Filterfunktion immer relevanter.
5. Ich übersetze Komplexität in verständliche Inhalte:
Gerade im B2B-Bereich müssen Inhalte verständlich, relevant und anschlussfähig sein. Ich zerlege komplexe Themen so, dass sie für eine konkrete Zielgruppe greifbar werden. KI kann dabei unterstützen, die Einordnung bleibt jedoch meine Aufgabe.