Ein zweites Leben? Nicht nur etwas für alte Inhalte – Der Content Kurier #75


Der Content Kurier

– Kuratierte Highlights aus der Welt des Contents

3 Quellen für neue Inhalte, wenn das Archiv unübersichtlich ist

Hallo Reader,

früher war Content Recycling ganz einfach: Du hast einen fertigen Blogbeitrag gescannt, in passende Short-Form-Inhalte „zerkleinert“, für die jeweiligen Kanäle erstellt und dann geteilt.

Doch je länger du dabei bist, desto herausfordernder wird das Ganze – finde ich: Du hast schon viele Beiträge geschrieben, vielleicht sogar Whitepaper oder E-Books verfasst.

Wenn wir dann noch an die vielen Social-Media-Beiträge, unfertigen Entwürfe und zahlreichen Ideen denken, die in unserem Content Archiv schlummern (ich hoffe doch, du hast mittlerweile eines?), dann verliert man einfach den Überblick darüber, was sich alles recyceln lässt.

Vor dieser Herausforderung stehe auch ich immer wieder. Mit der kommenden Positionierung und der neuen Website werden einige alte Content-Pieces verschwinden, aber es bleibt dennoch genug übrig, sodass ich mir beim Content Recycling ein wenig die Haare muss.

Im Großen und Ganzen habe ich mittlerweile drei Ansätze etabliert, mit denen ich Content recycele. Ich habe sie für dich in dieser Ausgabe zusammengefasst – vielleicht ist ja ein passender Ansatz für dich dabei.

Beste Grüße

Steffi Kowalski

Content Managerin und Content Strategin


Leitgedanke

Drei Wege, wie ich Content heute recycele

Für mein Content Recycling nutze ich drei unterschiedliche Quellen: bestehende Langformate, ältere Beiträge mit guter Performance und meinen Ideenspeicher. Je nach Ausgangsmaterial gehe ich dabei unterschiedlich vor.

1. Einen Blogbeitrag in kleinere Formate übersetzen

Mein Blogbeitrag zur Jahres-, Monats- und Wochenplanung war zunächst ein normaler Text. Später kamen Checklisten und Kurzinterviews hinzu. Damit hatte ich bereits mehrere Bausteine, die sich gut für Instagram eigneten.

Mein Ablauf:

  • Kanal festlegen: Ich entscheide zuerst, wo der Inhalt erscheinen soll.
  • Bausteine auswählen: Geeignet sind vor allem Definitionen, Checklisten, Abläufe und einzelne Interviewaussagen.
  • Format anpassen: Ich kürze die Texte, gestalte sie in Canva und ergänze eine Caption sowie einen Veröffentlichungsplan.

2. Erfolgreiche Beiträge aus dem Vorjahr weiterentwickeln

Dazu schaue ich in mein Content Archiv und prüfe, welche Beiträge zu einem ähnlichen Thema bereits funktioniert haben.

LinkedIn Analytics und Instagram Insights helfen mir ebenfalls bei der Einordnung. Zusätzlich lese ich die Kommentare noch einmal, da dort oft weitere Fragen oder neue Aspekte auftauchen.

Mein Ablauf:

  • Beiträge auswählen: Ich suche ältere Inhalte, die zum aktuellen Themenschwerpunkt passen.
  • Performance prüfen: Ich schaue mir die Kennzahlen und Reaktionen an.
  • Idee weiterentwickeln: Aus einem Text-Bild-Beitrag kann ein Karussell, ein Video oder eine Infografik werden.

3. Aufzeichnungen und Ideenspeicher nutzen

Im Ideenspeicher werden spontane Gedanken, Gespräche und Themen gesammelt, die es zunächst nicht in den Redaktionsplan geschafft haben.

Viele dieser Notizen entstehen im Austausch mit Kund*innen. Passend zum Monatsthema hole ich einzelne Ideen wieder hervor und gleiche sie mit meinem Content-Archiv ab.

ein Ablauf:

  • Notizen sichten: Ich suche nach Gedanken und Beobachtungen, die zum aktuellen Schwerpunkt passen.
  • Dopplungen prüfen: Ich gleiche die Auswahl mit Archiv und Redaktionsplan ab.
  • Ideen einplanen: Ich passe die Gedanken an und übertrage sie in die passenden Formate.

So muss ich nicht für jeden Beitrag neu anfangen. Ich arbeite mit dem vorhandenen Material und entwickle es passend zum aktuellen Kontext weiter.

Content Nachschlag

– Darf es noch etwas Persönliches sein?

tl;dr

Content Recycling funktioniert besser, wenn du nicht nur fertige Beiträge zerlegst, sondern auch Performance-Daten und alte Notizen als Ausgangspunkt nutzt.

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