Hallo Reader,
im letzten Newsletter habe ich dir eine Methode vorgestellt, mit der du eine kurze Content-Gap-Analyse durchführen kannst.
Vielleicht möchtest du aber gar nicht so tief einsteigen und erst einmal wissen, was deine Wettbewerber inhaltlich machen:
- Welche Themen greifen sie auf?
- Wie bereiten sie diese auf?
- Wo bleiben Fragen offen?
- Was kannst du daraus für deine eigene Themenplanung ableiten?
Auch dafür lohnt sich ein genauer Blick.
Doch es muss nicht gleich ein umfangreiches Rechercheprojekt werden, bei dem du am Ende 20 offene Tabs und eine beachtliche Linksammlung hast, aber immer noch nicht weißt, was du mit den Erkenntnissen anfangen sollst. 😅
Ich zeige dir, wie du mit drei bis fünf relevanten Accounts und wenigen gezielten Fragen einen ersten Überblick bekommst und konkrete Themenentscheidungen ableiten kannst.
Beste Grüße
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Steffi Kowalski
Content Managerin und Content Strategin
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Leitgedanke
– Wettbewerbsvergleich in 30 Minuten
Konzentriere dich dabei auf ein einziges Themenfeld und teile deine Analyse in fünf Schritte:
1. Wähle drei bis fünf relevante Accounts aus. (3 Minuten)
Ich konzentriere mich auf Wettbewerber*innen oder andere Accounts, die ähnliche Zielgruppen ansprechen oder vergleichbare Themen behandeln.
Das können auch Fachmedien oder Expert*innen sein, deren Inhalte interessante Vergleichspunkte liefern.
2. Erfasse die Themen grob. (12 Minuten)
Schau dir pro Account maximal fünf passende Veröffentlichungen an. Überfliege die Inhalte und halte fest:
- Welche Themen tauchen regelmäßig auf?
- Welche Formate werden genutzt?
- Welche Fragen werden konkret beantwortet?
Eine Tabelle mit den Spalten „Account”, „Thema”, „Format” und „Beobachtung” reicht dafür aus. Du musst die Beiträge nicht vollständig lesen, für einen ersten Überblick genügt eine grobe Sichtung.
3. Suche nach Gemeinsamkeiten und offenen Fragen. (6 Minuten)
Welche Themen behandeln mehrere Accounts auf ähnliche Weise? Wo wiederholen sich Aussagen und Beispiele? Welche Aspekte fehlen?
Ein Beispiel: Du vergleichst Inhalte zur Content-Analyse. Fast alle erklären Kennzahlen und stellen Analysewerkzeuge vor. Wie man aus den Ergebnissen konkrete Themenentscheidungen ableitet, bleibt allerdings offen.
Hier könnte sich eine eigene Perspektive lohnen.
4. Ordne deine Beobachtungen ein. (4 Minuten)
Dafür nutze ich drei einfache Kategorien:
- Relevant: Das Thema beschäftigt deine Zielgruppe und verdient Aufmerksamkeit.
- Schon gut besetzt: Es gibt bereits hilfreiche Inhalte, die wichtige Fragen beantworten.
- Interessante Lücke: Eine konkrete Frage bleibt offen oder eine wichtige Perspektive fehlt.
Ordne deine gesammelten Themen anhand dieser Kategorien ein. So erkennst du, wo bereits viele ähnliche Inhalte existieren und welche Themen du genauer betrachten solltest.
5. Leite eine Themenentscheidung ab. (5 Minuten)
Wähle eine interessante Beobachtung aus und prüfe drei Dinge:
- Passt das Thema zu deiner Expertise?
- Gibt es Hinweise darauf, dass deine Zielgruppe die Informationen benötigt?
- Welches deiner Content-Ziele unterstützt der Beitrag?
Im Beispiel zur Content-Analyse könnte daraus ein Beitrag entstehen, der zeigt, welche Maßnahmen du nach einer Auswertung priorisieren solltest.
Vielleicht hast du dazu sogar schon einen passenden Inhalt, den du erweitern kannst.
💡 Nach 30 Minuten solltest du eine konkrete Themenidee oder eine Frage haben. Wenn deine Beobachtungen noch keine klare Entscheidung zulassen, kannst du einzelne Aspekte später vertiefen. Für eine erste Orientierung muss die Analyse nicht vollständig sein.