Content-Gap-Analyse zu kompliziert? Drei Kreise reichen – Der Content Kurier #87


Der Content Kurier

– Kuratierte Highlights aus der Welt des Contents

Für eine erste Einordnung brauchst du nicht den kompletten Prozess – drei Perspektiven reichen für einen ersten Check.

Hallo Reader,

Content-Gap-Analysen können schnell kleinteilig werden. Auch Artikel dazu können ausarten, wie ich selbst festgestellt habe. Ups.

Du sammelst Daten, prüfst Wettbewerber, vergleichst Inhalte, bewertest Lücken und priorisierst schließlich deine Ergebnisse.

Fachlich ist das nachvollziehbar, doch im Alltag machst du dir damit mehr Arbeit, als du für eine erste Themenentscheidung benötigst.

Seien wir ehrlich: Wenn eine Analyse zu viele kleine Schritte umfasst, wird sie irgendwann nur noch selten durchgeführt.

Deshalb mache ich es mir jetzt einfacher und nutze drei Kreise, wenn nur wenig Zeit bleibt, aber es zumindest eine kurze Analyse braucht.

Sie reduzieren den Analyseprozess auf drei Perspektiven, die für die erste Einordnung entscheidend sind. Die Daten bleiben wichtig, du ordnest sie bloß einfacher an.

Beste Grüße

Steffi Kowalski

Content Managerin und Content Strategin


Leitgedanke

– Drei Kreise für eine erste Analyse

Die Idee ist simpel: Du prüfst ein Thema aus drei Perspektiven und guckst, wo sie sich überschneiden.

1. Zielgruppenbedarf

Welche Fragen, Probleme und Informationsbedürfnisse kannst du tatsächlich beobachten?

Dafür kannst du Suchanfragen, Kundenfragen, Gespräche aus dem Vertrieb oder der Beratung, Kommentare und vorhandene Content-Daten nutzen.

2. Marktlücke

Welche dieser Themen werden im Markt bereits ausreichend beantwortet?

Hier helfen dir Wettbewerber, Suchergebnisse, Fachmedien und relevante Inhalte anderer Anbieter.

3. Eigene Passung

Welche Themen passen zu deiner Expertise, Positionierung und deinen Content-Zielen? Vermeide es, jede freie Themenfläche automatisch in deine Planung zu übernehmen.

Die Analyse der drei Kreise

Die Überschneidung im Zentrum der drei Kreise zeigt dir die Themen, die du genauer prüfen solltest.

An dieser Schnittstelle treffen Bedarf, geringe Marktabdeckung und eigene Passung aufeinander. Auch die übrigen Überschneidungen helfen dir bei der Einordnung:

  • Trifft der Zielgruppenbedarf auf die eigene Passung, ist das Thema grundsätzlich relevant für dich. Ist der Markt bereits stark besetzt, brauchst du eine klare Perspektive.
  • Trifft eine Marktlücke auf deine Passung, fehlt dir noch der Beleg für den Bedarf. Dann lohnt sich zuerst ein Blick in deine Zielgruppendaten.
  • Trifft der Zielgruppenbedarf auf eine Marktlücke, solltest du prüfen, ob das Thema zu deiner Positionierung und deinen Zielen passt.

Die drei Kreise ersetzen deine Daten nicht und auch keine detaillierte Content-Gap-Analyse. Doch sie geben dir Orientierung, welche Daten du für welche Entscheidung brauchst.

Und das macht die Methode für mich alltagstauglicher.

Content Nachschlag

– Darf es noch etwas Persönliches sein?

tl;dr

Drei Kreise helfen dir, Content-Gaps schneller einzuordnen und deine Daten für die nächste Themenentscheidung gezielt zu nutzen.

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