Hallo Reader,
Hättest du mir vor ein paar Jahren von „Content-Vorlagen“ erzählt - ich hätte müde gelächelt und innerlich die Augen verdreht.
Zu starr, zu unsexy, zu wenig kreativ - dachte ich. Falsch gedacht.
Heute weiß ich: Gute Vorlagen sind keine kreativen Spielverderber.
Sie sind eher wie gute Freund*innen, die dir den Start erleichtern, dir Struktur geben und dich an Tagen retten, an denen dein Kopf nur gähnende Leere produziert.
Aber (ja, es gibt ein Aber).
Sie können auch dazu verleiten, Dinge zu schnell, zu gleichförmig oder zu oberflächlich abzuhandeln. Und plötzlich fühlt sich alles nach Copy & Paste an - statt nach dir.
In dieser Ausgabe zeige ich dir,
- welche Vorlagen mir wirklich helfen,
- und wo ich bewusst darauf verzichte.
Viel Spaß beim Lesen!
Beste Grüße
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Steffi Kowalski
Content Managerin und Content Strategin
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Leitgedanke
– Was sind die Vorteile und Nachteile von Vorlagen?
Das bringen mir Templates
Irgendwann habe ich gemerkt: Es geht nicht darum, ob man Vorlagen benutzt, sondern wie.
Richtig eingesetzt, nehmen sie mir Arbeit ab - und bringen Ordnung in meinen Content-Alltag, ohne mich kreativ einzuschränken.
✔ Schnellerer Start - Kein leeres Blatt mehr, sondern ein klarer Rahmen, der hilft, direkt loszulegen.
✔ Konsequent (dran) bleiben - Wiedererkennbare Formate schaffen Orientierung - für dich und dein Publikum. Gleichzeitig können sie im Laufe der Zeit weiterentwickelt werden.
✔ Fokus behalten - Weniger Grübeln über Struktur oder Layout, es bleibt mehr Energie für den eigentlichen Inhalt.
✔ Teamarbeit erleichtern - Gerade in der Zusammenarbeit mit anderen geben Templates eine gemeinsame Sprache und sparen Abstimmungsaufwand.
✔ Entscheidungshilfe - Wenn alles möglich ist, blockieren sich viele. Ein guter Rahmen nimmt Druck und hilft, in den Flow zu kommen.
So blockieren mich Templates
Trotzdem bin ich vorsichtig geworden, sie überall einzusetzen.
Denn manchmal merke ich: Je mehr ich mich auf Vorlagen verlasse, desto mehr schleichen sich Wiederholungen ein - oder ich verliere den Blick für das Wesentliche.
⚠ Gefahr der Monotonie - Wenn man ein Template immer gleich verwendet, wirkt der Inhalt schnell austauschbar - auch wenn der Inhalt gut ist.
⚠ Weniger Flexibilität - Nicht jedes Thema passt in jedes Template. Manchmal braucht es Mut, ein Template komplett zu ignorieren.
⚠ Struktur kann einschränken - Zu viel Rahmen kann dazu führen, dass neue Ideen keinen Platz finden. Gerade kreative Inhalte brauchen manchmal ein wenig Chaos.
⚠ Verlernen des Denkens - Wenn Schablonen zur Gewohnheit werden, kann das eigene konzeptionelle Denken nachlassen. Es lohnt sich, immer wieder selbst nachzudenken - auch wenn es länger dauert.