Ohne Plan ist dein Content Zufall! – Der Content Kurier #59


Der Content Kurier

– Kuratierte Highlights aus der Welt des Contents

Was wirklich in deinen Contentplan gehört - und was du getrost streichen kannst.

Hallo Reader,

Kennst du diese Momente, in denen du

  • hochmotiviert deinen Contentplan öffnest,
  • bewaffnet mit Kaffee,
  • drei neuen Ideen und einem Hauch Größenwahn,
  • und 20 Minuten später starrst du auf 37 lose Notizen,
  • fünf Trendthemen und die fixe Idee, jetzt doch noch schnell etwas zu „Stranger Things” zu posten?

True Story: Genau so saß ich Ende November 2025 da. Mein Redaktionsplan war eigentlich durchdacht. Eigentlich. Bis ich dachte: „Ach, komm, das Thema nehme ich noch mit. Und das auch. Und das.“

Ergebnis? Mein Plan sah aus wie eine Mischung aus ambitioniertem Masterplan und kreativem Übermut unter Espresso-Einfluss.

Genau deshalb habe ich mit Simone Maader über Contentplanung gesprochen. Und zwar nicht über „Mach halt mal einen Plan“, sondern über die strategischen Fragen, die wirklich darüber entscheiden, ob dein Content wirkt – oder dich nur beschäftigt.

Wir sprechen darüber:

  • Warum Zielgruppenverständnis wichtiger ist als jeder Hype
  • wieso du lieber kleiner startest, statt grandios zu versanden.
  • Und weshalb hinter scheinbar spontanen Personal-Brand-Posts oft eine ziemlich kluge Strategie steckt.

Simone denkt strategisch, strukturiert und erstaunlich unromantisch über Content – und genau das macht ihre Perspektive so wertvoll.

Wenn du also wissen willst,

  • welche drei Planungsentscheidungen den größten Einfluss auf wirksamen Content haben,
  • wie du Themen sinnvoll filterst
  • und warum Evergreen-Content dein heimlicher Business-Booster ist,

dann solltest du dieses Interview lesen.

Spoiler: „Einfach mal machen“ ist keine Strategie. 😉

Beste Grüße

Steffi Kowalski

Content Managerin und Content Strategin


Leitgedanke

Interview mit Simone Maader zum Thema Contentplanung

Welche strategische Fragen haben den größten Einfluss auf deinen Contentplan?

  1. Welche konkreten Probleme, Fragen oder Wünsche hat meine Zielgruppe? Ohne eine Antwort darauf, ist jeder Content sinnlos. Ich muss die Bedürfnisse der Zielgruppe kennen und verstehen.
  2. Wie unterstützt der Content die übergeordneten Business-Ziele? Liegt der Fokus z. B. auf Leadgenerierung, auf Bekanntheit und Reputation oder mehr auf Kundenbindung?
  3. Welche Kapazitäten (Budget, Team, Zeit) stehen mir zur Verfügung? Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Content-Marketing ambitioniert startet und dann irgendwann versandet, weil es einfach nicht leistbar ist. Lieber durchdacht und klein starten, als groß vor die Wand fahren. Gilt für Selbstständige genauso wie für Konzerne.

Wie triffst du in deiner Contentplanung die Entscheidung, welche Themen es in den Plan schaffen und welche nicht? Nach welchen Kriterien filterst du?

Relevanz für die Zielgruppe: Gibt es Suchanfragen, Social-Media-Diskussionen oder Kundenfeedback zu dem Thema? Der Hype um Stranger Things war ein tolles Beispiel für kreativen Content. Aber ein Thema kann auch sehr „Evergreen“ und bodenständig sein. Hauptsache, es trifft den Nerv der Zielgruppe.

Unterstützt das Thema die definierten Ziele (z. B. SEO, Thought Leadership, Conversion)? Und auch hinter persönlich-privaten Posts bei Personal Brands streckt eine Strategie – auch wenn viele das nicht zugeben oder es nicht als Strategie sehen wollen.

Kann ich einen frischen Blickwinkel, größeren Mehrwert oder bessere Qualität als die Konkurrenz bieten? Ein 1:1-Abklatsch dessen, was die Wettbewerber machen, bringt niemanden weiter. Das Ziel ist immer, besser oder anders zu sein.

Welche Rolle spielen Ziele in deiner persönlichen Contentplanung? Wie konkret formulierst du sie, damit sie wirklich planungsrelevant sind und nicht nur theoretisch bleiben?

Eine große Rolle. Wie kann ich wissen, welchen Weg ich gehen soll, wenn ich keine Ahnung habe, was das Ziel ist? Klar, ich kann mich treiben lassen. Aber dann sind valide Ergebnisse eben purer Zufall. Ich kann auch nichts sinnvoll messen, ohne mir vorher ein Ziel gesteckt zu haben.

Wie strukturierst du deinen Contentplan inhaltlich? Denkst du eher in Formaten, Themenclustern, Zielen oder Zeiträumen und warum genau so?
Da ich sehr strategisch und strukturiert denke, ist mein Plan auch sehr gut durchorganisiert. Ich starte mit Themenclustern, die quartalsweise über das Jahr rotieren. Merkt kein Mensch, hilft mir aber beim Denken und Planen. Die Formate entstehen dann über die Wahl der Kanäle und auch darüber, welches Thema ich wie am attraktivsten für Zielgruppe (und ggf. für Algorithmen) verpacken kann.

Aufpassen muss ich nur dabei, nicht zu sehr in strategischer Planung zu versinken und mir Spontaneität zu erhalten. Das übe ich 2026 verstärkt. Jede*r ist ein anderer Planungstyp mit eigenen Stärken und Schwächen. Das zu wissen, ist enorm hilfreich – vor allem für Selbstständige, aber auch für Personal Brands und Corporate Influencer.

Wenn du einen neuen Planungszeitraum startest (z. B. Monat, Quartal oder Jahr), wie gehst du vor? Entsteht zuerst der grobe Rahmen oder die konkreten Inhalte?

Ich starte immer mit dem groben Rahmen für ein Jahr und schaue dann, was in den Quartalen jeweils wichtig wird. Konkrete Inhalte entstehen aktuell mit maximal 14 Tagen Vorlauf.

Wie stellst du in deiner Planung sicher, dass dein Content sowohl strategisch sinnvoll als auch langfristig tragfähig ist, sodass er nicht nach kurzer Zeit wieder angepasst werden muss?

Ich arbeite sehr gerne mit zeitlosen Inhalten, die ich regelmäßig wiederverwerten kann. Recycling hilft sehr dabei, sich nicht mit der Content-Produktion zu verausgaben. Die Evergreen-Inhalte kann ich außerdem leicht verschieben, wenn spontan anderer Content wichtiger wird.


Gab es einen Punkt, an dem du deine Art der Contentplanung grundlegend verändert hast? Was war der Auslöser und was ist seitdem im Planungsprozess anders?

Nein, ich arbeite schon seit vielen Jahren so und es hat sich bewährt. Einzig KI hat eine Veränderung in der Hinsicht gebracht, dass ich jetzt einen guten Sparringspartner habe, mit dem ich vieles erheblich schneller umsetzen kann. Die Zeitersparnis ist teilweise enorm.


Wenn du deine heutige Contentplanung auf einen Kernprozess herunterbrechen müsstest, welcher wäre das? Welche drei Planungsentscheidungen haben aus deiner Sicht den größten Einfluss auf wirksamen Content?

Ich glaube, ich arbeite schon in einem System, das so weit wie möglich reduziert ist. Nicht einmal KI konnte mir Prozesse vorschlagen, die schlanker wären. Lediglich den gesamten Prozess von der Ideenfindung bis zum ausformulierten Beitrag abzugeben, war eine Idee. Aber das kommt aktuell für mich nicht infrage. Das Denken übernehme ich noch gerne selbst. Reine Kontrollinstanz als Human in the Loop ist mir zu wenig.

Simone Maader

Moin! Ich bin Simone Maader, Content-Marketing-Beraterin, und bringe Ordnung in Gedanken, Struktur in Content und Wirkung in Worte.

Website | LinkedIn

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Content Nachschlag

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tl;dr

Strategischer Content entsteht nicht durch Inspiration, sondern durch klare Ziele, echte Zielgruppenkenntnis und mutige Priorisierung.

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