Hallo Reader,
Ständig werde ich mit der Frage konfrontiert: „Mit welchem Tool planst du deinen Content?“
Und ich verstehe total, warum. Du willst nicht fünf verschiedene Baustellen. Du willst ein System, das dich entlastet – am besten ein Tool, das alles kann: Ideen sammeln, sortieren, planen, veröffentlichen und archivieren.
Meine Erfahrung ist jedoch: Sobald ein Tool alles leisten soll, wird es schnell kompliziert.
Denn Contentplanung besteht nicht nur aus „Planung“, sondern aus unterschiedlichen Denkzuständen: spontane Einfälle, klares Entscheiden, fokussiertes Umsetzen und ruhiges Nachjustieren.
Deshalb habe ich mir ein Setup gebaut, in dem jedes Tool nur eine Aufgabe hat – dafür aber eine klare. Und genau das macht es leicht.
Heute teile ich meine fünf Werkzeuge mit dir – plus jeweils drei Ideen, wie du sie (oder Alternativen) nutzen kannst.
Beste Grüße
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Steffi Kowalski
Content Managerin und Content Strategin
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Leitgedanke
– Ein kurzer Blick in meine Contentplanungstoolkise
Trello – dein Redaktionsplan (Ort der Entscheidungen)
Ich nutze Trello, um aus Ideen verbindliche Inhalte zu machen. Hier plane ich nicht, was möglich wäre, sondern was wirklich veröffentlicht wird.
Drei Ideen für dich:
- Nutze dein Board nur für Inhalte mit Veröffentlichungsabsicht (Rohmaterial bleibt woanders).
- Baue eine simple Pipeline: Idee → Entwurf → Final → Veröffentlicht.
- Schreibe auf jede Karte die Zielgruppe, die Kernaussage und das Format, damit du sofort loslegen kannst.
Apple Notizen: Dein Sammelraum für unfertige Gedanken
Apple Notizen ist mein niedrigschwelligster Ort. Hier darf alles rein, was noch keine Form hat: halbe Sätze, Beobachtungen, Fragen – und das vor allem schnell und über alle Geräte hinweg.
Drei Ideen für dich:
- Lege eine einzige Sammel-Notiz an („Ideen-Inbox“) statt 20 Ordner.
- Starte Ideen mit einem Trigger: „Frage: …“, „Satz: …“, „Beispiel: …“.
- Blocke dir 15 Minuten pro Woche, um deine Inbox zu „leeren“ (markieren, verschieben, löschen).
Google Keep – dein Archiv für kurze Inhalte
Google Keep nutze ich als Best-of-Speicher für kurze Inhalte: Hooks, prägnante Aussagen, Mini-Listen, einzelne Gedanken aus längeren Texten. Also alles, was sich schnell wiederverwenden oder zuspitzen lässt.
Drei Ideen für dich:
- Sammle ausschließlich kurze, abgeschlossene Snippets (max. 3–5 Zeilen).
- Nutze Labels wie „Hook”, „Takeaway”, „Beispiel” oder „CTA”.
- Wenn du Reels, Posts oder Stories planst, gehe zuerst ins Archiv, bevor du neu brainstormst.
Canva-Projektordner: Dein visuelles Content-Archiv
In Canva archiviere ich nicht nur Designs, sondern auch Entscheidungen. Layouts, Serien und wiederkehrende Elemente. So muss ich nicht jedes Mal neu überlegen, wie etwas aussehen soll.
Drei Ideen für dich:
- Ordne deine Designs nach Serien/Formaten (z. B. „Tipps“, „Mythen“, „Slides“) statt nach Monaten.
- Erstelle drei bis fünf Vorlagen, die du wirklich gern nutzt (nicht 30).
- Speichere „funktionierende“ Designs als Startpunkt, nicht als Erinnerung.
Notizbuch: Dein Ort ohne Systemzwang
Analog ist bei mir der Gegenpol. In meinem Notizbuch landet alles, was sich digital zu schnell „fertig” anfühlen würde: spontane Ideen, Skizzen, Fotos, Magazin- und Zeitungsausschnitte.
Drei Ideen für dich:
- Nutze dein Notizbuch als Sammelmappe für Beispiele, Headlines und Metaphern.
- Klebe Dinge hinein (dazu kannst du Screenshots ausdrucken, Ausschnitte ausschneiden oder Post-its verwenden).
- Blättere einmal pro Woche durch und markiere ein bis drei Dinge, die du digital umsetzen willst.