Hallo Reader,
prrrfff.
So ungefähr klingt es, wenn mir beim Blick auf eine Content-Auswertung der Kaffee vor Schock aus der Nase kommt und ich ihn im hohen Bogen über meine Tastatur verteile.
Ein Thema verliert plötzlich an Reichweite.
Der organische Traffic geht zurück.
Ein Format, das lange Zeit zuverlässig funktioniert hat, bringt kaum noch Reaktionen.
In solchen Momenten grüble ich über mögliche Lösungen:
- Mehr veröffentlichen?
- Themen ändern?
- Distribution anpassen?
- SEO prüfen?
An dieser Stelle versuche ich mich auszubremsen.
Ein unerwartetes Ergebnis sagt mir erstmal nur, dass etwas anders läuft als gedacht. Warum das so ist, erklärt es jedoch nicht.
Deshalb starte ich bei Content-Problemen immer mit einer Content Analyse, bevor ich Hals über Kopf reagiere.
Meinen Ansatz dafür erkläre ich dir in dieser Ausgabe.
Beste Grüße
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Steffi Kowalski
Content Managerin und Content Strategin
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Leitgedanke
– Meine Vorgehensweise besteht aus drei Schritten: beobachten, einordnen und entscheiden
Zunächst kläre ich, welche Wirkung der Content eigentlich erzielen sollte. Anschließend formuliere ich die Abweichung so konkret wie möglich.
Dafür nutze ich gerne folgende Formel:
Ich erwarte X, beobachte aber Y seit Zeitraum Z.
Ein Beispiel: Ein Content-Team erwartet, dass seine Fachartikel kontinuierlich relevanten organischen Traffic generieren. Seit sechs Monaten sinken jedoch die Zugriffe auf Beiträge zu einem wichtigen Kernthema.
Damit ist das Problem beschrieben. Doch die Ursache ist uns noch nicht bekannt. Also schauen wir auf die drei Ebenen:
- Wirkung: Welche Artikel verlieren tatsächlich Zugriffe und seit wann?
- Inhalt: Sind vor allem ältere Beiträge betroffen? Sind sie noch aktuell und relevant.
- Prozess: Wann wurden die Inhalte zuletzt geprüft, aktualisiert und weiterverteilt?
Zeigt sich, dass vor allem ältere, lange ungepflegte Beiträge verlieren, so ergibt sich daraus die plausible Arbeitshypothese, dass die fehlende Inhaltspflege einen Teil des Rückgangs erklären könnte.
Ich würde jedoch nicht den gesamten Blog überarbeiten. Sinnvoller ist ein begrenzter Test mit einigen relevanten Artikeln. Danach lässt sich prüfen, ob sich ihre Entwicklung verändert hat.
Am Ende steht eine Entscheidung: Beibehalten, verändern, testen oder beenden.
Genau dafür ist die Content Analyse da. Sie hilft dir dabei, die nächste Maßnahme aus dem Problem und nicht aus dem ersten Impuls abzuleiten.