Hallo Reader,
Zu Ostern gibt es bei uns immer leckeres selbst gemachtes Hefegebäck.
Wenn du einmal Hefeteig zubereitet hast, weißt du: Er geht nicht auf, wenn du ihn ständig anfasst, sondern nur, wenn du ihn in Ruhe lässt.
Genau das habe ich in den letzten Wochen bei meiner Content Creation vergessen.
Ich habe viel gemacht, viel gedacht, viel produziert, aber meinem Kopf keine Zeit gelassen, damit Ideen überhaupt reifen können.
Über die Osterfeiertage habe ich dann etwas gemacht, das mir ehrlich gesagt gar nicht so leichtfällt: Ich habe bewusst nichts gemacht.
Kein Content, keine Planung, nicht einmal „nur kurz etwas aufschreiben“.
Und wie beim Hefeteig ist in dieser Ruhe etwas passiert.
Plötzlich waren Gedanken fertig, die vorher nur halb da waren.
Themen wurden klarer.
Und ich wusste wieder, was ich eigentlich sagen will und was einfach nur Lärm ist.
In der Content-Welt reden wir ständig über Konsistenz, Output und Sichtbarkeit.
Aber wir sprechen kaum über den Prozess, in dem wirklich guter Content entsteht: beim Spazierengehen, beim Aus-dem-Fenster-Schauen oder beim Nichtstun.
Vielleicht ist Nichtstun keine Pause von der Content-Creation.
Vielleicht ist es einer dieser „magischen” Momente, in denen dein Content überhaupt erst entsteht.
Beste Grüße
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Steffi Kowalski
Content Managerin und Content Strategin
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Leitgedanke
– 7 Dinge, die ich durch Nichtstun über Content Creation gelernt habe
Die Ruhe über Ostern hat mir nicht nur gut getan, denn sie hat mir auch gezeigt, was meiner Content Creation zuletzt gefehlt hat. Mir wurde wieder klar, wie ich eigentlich arbeiten möchte. Aus diesem langen Wochenende nehme ich sieben Dinge mit, die ich dir für deine eigene Content Creation mitgeben möchte:
1 - Du kommst raus aus dem Reaktionsmodus. Wenn du ständig reagierst, dann reagierst du oft nur noch auf das, was gerade laut ist. Durch Nichtstun schaffst du Abstand und findest leichter zurück zu Themen, die wirklich aus dir selbst kommen.
2 - Du wählst Themen wieder bewusster. Im ständigen Machen wirkt schnell alles relevant, was Aufmerksamkeit verspricht. Erst mit etwas Ruhe merkst du, welche Themen wirklich zu dir, deiner Arbeit und deiner Perspektive passen.
3 - Du denkst wieder größer als nur bis zum nächsten Post. Im Dauer-Output schrumpft Content Creation schnell auf Formate, Deadlines und Veröffentlichungen zusammen. Nichtstun hilft dir, wieder in Ideen, Zusammenhängen und langfristigen Gedanken zu denken.
4 - Du gibst Qualität wieder Vorrang. Wenn du dir keine Pause gönnst, gewinnt fast immer die Geschwindigkeit. Nichtstun unterbricht genau das und erinnert dich daran, dass guter Content vor allem stimmig sein sollte und nicht nur schnell fertig.
5 - Du hörst deine eigene Stimme wieder klarer. Zu viel Input macht es schwer, die eigenen Gedanken von all den fremden Perspektiven zu unterscheiden. In den stillen Momenten merkst du wieder, was du wirklich sagen willst und wie du es sagen willst.
6 - Du erkennst, was nicht gesagt werden muss. Nicht jede Idee braucht einen Beitrag, und nicht jeder Gedanke muss sofort umgesetzt werden. Durch Nichtstun kannst du besser filtern und gibst deinem Content damit mehr Klarheit und Schärfe.
7 - Du verstehst Nichtstun als Teil deiner Content-Creation. Für mich war genau das die wichtigste Erkenntnis über Ostern: Die Pause war kein Ausstieg aus dem Prozess. Sie war ein Teil davon, wenn auch einer, den man von außen nicht sieht.
Vielleicht braucht Content Creation nicht immer mehr Schub. Manchmal braucht sie einfach Ruhe, damit das, was da ist, wirklich aufgehen kann.